Parietale Osteopathie

Für den Begründer der Osteopathie, Andrew Still, stand das Skelettsystem in einem größeren Zusammenhang. Er stellte fest, dass jede Erkrankung der Organe auch zu Bewegungseinschränkungen führen kann. Die Wirbelsäule bietet dem Rückenmark und der Schädel dem Gehirn eine schützende Hülle. So haben Verschiebungen und Blockaden des Skelettsystems Einfluss auf die Innervation der Organe, sowie auf die Gefäße, Nerven und die Muskulatur. Bewegungseinschränkungen der oberen Brustwirbelsäule können sich vielfältig auf Herz und Lunge auswirken.

Am Skelettsystem setzen die Sehnen der Muskeln und die Faszien an. Die Faszien umhüllen alle Elemente des Körpers und bilden so ein inneres Gerüst. Verschiebungen im Bereich der Fazien können die dort verlaufenden Gefäße und Nervenbahnen beeinträchtigen. In Folge kann es zu Durchflussstörungen oder Nervenausstrahlungen in die Arme und Beine kommen.

Durch Verschiebungen des Skelettsystems kann es auch zu statischen Ungleichgewichten kommen, was wiederum zu muskulären Dysbalancen führt. Erhöhte Spannungen in bestimmten Muskeln können zu erhöhten Zugkräften an den Ankern der Muskeln und den Sehnen am Knochen führen. Dies führt auf Dauer zu Verdichtungen im Knochen und damit u.a. zu Arthrose. Diese Fehlspannungen können im Laufe des Lebens durch Fehlbelastung, Unfälle usw. entstehen, aber auch bereits entstehen, wenn sich der kindliche Schädel und das Becken nach der Geburt nicht gut genug entfalten, eine Ursache für Hüftunreife und Asymmetrien im Schädelbeich bei Säuglingen.

Das Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, das Gleichgewicht im Skelettsystem wieder herzustellen und den Patienten zur Mitwirkung anzuleiten dieses Gleichgewicht zu erhalten.